Knödelbremse

Wer Vögel (ganzjährig) füttert, wird bestimmt schon einmal die Erfahrung gemacht haben, dass ein nicht zu vernachlässigender Teil des dargebotenen Futters auf dem Boden landet.

Bei Körnerfutter, sofern es sich denn um ordentliches Futter ohne allzuviel Füllmaterial handelt,  ist das eher weniger ein Problem, irgendwann kommt schon jemand, um "untenrum" sauberzumachen. 

Aber bei sämtlichem Fettzeuchs kann es schnell unangenehm werden, spätestens dann, wenn sich auf dem Boden eine schmierige Schicht bildet, die man regelrecht abkratzen muss.

Bei meiner Futterstelle (hier live) zeigte sich das Problem hauptsächlich unter den üblichen Meisenknödelspendern, die von den (Jung)Spatzen und (Jung)Staren förmlich überrannt werden, ganztägig. Man mag es den Vögeln ja nachsehen, schließlich fehlen da Daumen und Hände, aber allzuviel Sauerei möchte man ja auch nicht.

Abhilfe schafft da eine selbst gebaute "Knödelbremse", für wenig Geld und mit Teilen, die problemlos im Baumarkt zu erwerben sind. 

Man nehme dafür eine Art Knauf mit Gewindestange (im Bauhaus gibbet die bei den zahlreichen Schrauben in den Einzelfächern), der in den Meisenknödelhalter von oben eingebracht wird:

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Unter den Halter kommt dann ein stinknormaler Plastik-Untersetzer für einen Blumentopf (bei mir mit 19 cm Durchmesser), darunter dann wahlweise eine entsprechende Mutter mit Unterlagscheibe oder, bei zweistöckiger Fütterung, eine Ringmutter, damit man darunter noch andere Futtergeràte anbringen kann.

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Fertig ist das Ding:

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Und es bremst auch ganz ordentlich, wie man bereits nach einem Tag sehen kann:

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Der Langzeittest steht natürlich noch aus, aber bislang erfüllt die Knödelbremse ihren Zweck  :yes: !

Erste Brut im Kamera-Nistkasten

Gedanklich hatte ich mit einer "Kamera-Brut" ja schon abgeschlossen, zu viele Vögel in unmittelbarer Nachbarschaft waren mit ihrem Nachwuchs bereits durch (zahlreiche Spatzen an ihrem angestammten Platz beim Nachbarn, ebenso erstmalig ein Starenpärchen unter dessen Firstziegel sowie die Kohlmeisen im neu angebrachten Schwegler Holzbeton-Nistkasten an der eigenen Doppelgarage) und latzten sich Tag um Tag reichlich an der Futterstelle.

Nachdem auch die winterliche Schlafmeise irgendwann nicht mehr unter Dach schlafen wollte, blieb der Livestream vom Nistkasten von mir eher unbeobachtet - bis eine gute Bekannte mir am Sonntag schrieb: "Ui, da tut sich was vor der Kamera ..."

Und tatsächlich, geschäftiges Treiben mit Nistbaumaterial, dazwischen war sogar schon ein Ei zu sehen :)

Also dann, vielleicht wird es doch noch was dieses Jahr mit der Premiere vor der Kamera. Zuversichtlich wie ich bin, habe ich schon mal eine eigene Tagebuch-Seite angelegt.

 

 

Futterstellen-Kamera online

Seit Dezember gibt es, neben der Nistkasten-Kamera, auch eine extra Kamera für die Vogelfütterung

Das Prinzip und die Technik sind identisch, wieder ist ein RaspberryPi 3 mit dem entsprechenden Kamera-Modul am werkeln, nur dass sich das Ganze nicht in einem Nistkasten befindet, sondern witterungsgeschützt in einer HT-Rohr Konstruktion:

Futterstellen_Kamera

Und damit die Futtereien auch präsent vor der Kamera sind, musste die vormalige Unordnung einem etwas geordneteren Holzrahmen weichen. Das haben auch alle Vögel schnell kapiert, bis auf die Spatzen, die sich zwar am Boden tummeln, aber bis jetzt noch kein einziges Mal eine Futtersäule angeflogen haben! Nöh, die bleiben ausschließlich am Zaun, bloß nicht 50 cm davor. Seltsam :(

Nistkasten-Kamera

Angefixt von diversen anderen Nistkasten-Webcam-Sites musste ich da auch mal Hand anlegen - auch wenn das bedeutete, dass ich mich mal wieder mit Linux beschäftigen musste :( . Ich hab' ja nix gegen Linux, aber damit kenn' ich mich halt überhaupt gar nicht aus, so dass das Rumfummeln damit schlussendlich auch tatsächlich in Rumfummelei ausartet.

Für den eigentlichen Bau und die Konfiguration des Raspberrys wird es noch einen eigenen Blog-Eintrag geben, an dieser Stelle sei nur mal kurz auf den laufenden Testbetrieb hier hingewiesen. Mit Livestream, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessung - und der CPU-Temperatur des kleinen Rechenknechts.

 

Spareribs aus dem Watersmoker

Nachdem nun also die heimischen Grillsportgeräte um einen Weber Watersmoker (47 cm) ergänzt wurden, sollte dieser auch halbwegs gebührend eingeweiht werden. Da mir für Pulled Pork ein wenig die Zeit und der richtige Zeitpunkt fehlten, fiel die Entscheidung auf Spareribs. Die gab es zwar vor einiger Zeit schon einmal aus der regulären Weber-Kugel, der Freude indes tat das keinen Abbruch :) .

Rub

Die kurzfristige Beschaffung der Schälrippchen gestaltete sich jedoch nicht so einfach, zwei Metzgereien waren notwendig, um knapp 2,2 kg zu besorgen - mehr gab es nicht mehr :( .

3-2-1 - meins

Ausgepackt sah das Ganze dann so aus:

Ausgepackt

Als Rub verwendete ich die gleiche Magic-Dust-Mixtur wie bei der damaligen Pulled-Pork Vergrillung, nämlich

  • 6 EL brauner Zucker
  • 6 EL weißer Zucker
  • 4 EL Paprikapulver
  • 4 EL Salz
  • 2 EL Knoblauch granuliert
  • 1 EL gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Ingwerpulver
  • 1 EL Zwiebel granuliert (Pulver)
  • 1 EL Rosmarin gerebelt

was ich zukünftig aber definitiv ändern werde. Mir persönlich ist da nämlich zu viel Zucker bei, der einem nach zwei bis drei Bissen ein klein wenig widersteht und für ordentlich Völlegefühl sorgt. Insgesamt zwar nicht unlecker, aber dennoch: Nächstes Mal wird der Rub folgende Zusammenstellung haben:

  • 8 EL Paprika (mild)
  • 4 EL Salz
  • 4 EL Chilipulver
  • 4 EL Knoblauchpulver
  • 4 EL Puderzucker
  • 2 EL Senfpulver
  • 2 EL Cayenne-Pfeffer
  • 2 EL Schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Kreuzkümmel (Cumin)

Gegebenenfalls wird bei dem Chilipulver auch noch reduziert, falls es nicht ganz so spicy sein soll  :wink: .

Wie auch immer, diesmal sah der Rub noch so aus

Rub

und die damit bepuderten Ribs, stramm mit Frischhaltefolie verpackt und fertig für ein eintägiges Ruhen im Kühlschrank, so:

Verpackt

Tags darauf ging es dann an das Anfeuern der Rakete. Zuerst die Briketts halbwegs ordentlich im Kreis verteilen

Briketts

in der Mitte mit ein paar bereits vorgeglühten zünden

Zündung

danach die mit Alufolie (wegen der Sauerei :) ) ausgelegte Wasserschale einhängen

Wasserschale

und das Ding auf die richtige Temperatur einregeln:

Läuft

Nachdem sich eben diese zwischen 110° C und  120° C eingependelt hatte

Temperatur

war es Zeit, das Grillgut zu platzieren

Aufgelegt

und ein bis drei Hände Hickory Woodchips auf die Glut zu bringen, damit auch alles schön vor sich hin raucht:

Raucht

Danach war Abwarten angesagt, denn die Spareribs sollten nach der 3-2-1 - Methode zubereitet werden, was so viel bedeutet wie

- 3 Stunden bei ca. 120 ° C smoken - 2 Stunden über einer Schale mit Apfelsaft dünsten - 1 Stunde glasieren lassen

Als Glasur habe ich übrigens die Honey-BBQ - Sauce von Kühne verwendet:

Glasur

In der Abfolge der genannten Schritte (leider gibt es von der Dünst-Phase keine Bilder) sahen die Ribs dann wie folgt aus:

Rippchen

Rippchen

Rippchen

Nach rund 6 Stunden waren die Teile dann fertig und boten folgenden Anblick auf dem Teller:

Fertig

Die durchaus starke, ähem, *hust*, Bräunung ist übrigens auch eine Folge des reichlich verwendeten Zuckers. Der wird nämlich nun mal äußerst dunkel bei entsprechender Hitzeeinwirkung.

Geschmacklich waren die Rippchen - bis auf die eingangs bereits aufgeführten Nachteile - allerdings top :yes: !

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