Meine Erfahrung mit der Firma ASMC
NACHTRAG 04.02.2012 (siehe unten)
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“Wenn einer etwas kaufen will, dann kann er ‘was erzählen!”
Waren es früher die Reisen, nach denen man ausreichenden und spannenden Gesprächsstoff auf Lager hatte, sind es heute vermehrt die Erlebnisse beim Einkaufen, sei es nun im stationären oder aber im Versandhandel, die einem selbst und bisweilen auch den Zuhörern die Haare zu Berge stehen lassen
.
Und nachdem mein markantestes Beispiel (mit dem Versandhandel, nachzulesen hier) bereits einige Zeit zurück liegt, dachte sich das Schicksal wohl, dass es an der Zeit wäre, auch mal negative Erfahrungen mit dem stationären Handel zu machen.
Dabei fing alles ganz harmlos an:
Ich brauchte eine Tasche der Marke “Maxpedition”, suchte im Internet, wurde fündig bei der Firma ASMC GmbH und war kurz davor, auf den “Bestellen-Button” zu klicken, als mir auffiel, dass die Firma ja auch 3 Läden im Saarland betreibt: Zwei in Saarbrücken, einen in Heiligenwald.
Ich entschied mich für den in Heiligenwald und plante gestern deswegen einen mittleren Umweg auf der Heimfahrt ein, um noch vor Landeschluss
Öffnungszeiten
Mo – Fr 10:00 – 19:00 Uhr
Sa 10:00 – 17:00 Uhr
mein Geld loszuwerden und gegen die gewünschte Ware zu tauschen.
1. Versuch (Dienstag, 31.01.2012)
Direkt nach Ankunft fiel mir auf, dass trotz vorgerückter Stunde (es war 18:45 Uhr) der Laden mit geschätzten 50 Kunden noch rappelvoll war – zumindest vor der Theke. Hinter der Theke herrschte dagegen vergleichsweise gähnende Leere (gesehene 2 Personen) und nach kurzer Beobachtung der Kaufabwicklung war klar: Das wird dauern! Und zwar richtig lange!
Leider drängte die Zeit bei mir und ich fasste nach gefühlten 5 Minuten den Entschluss, es am Folgetag erneut zu probieren. Neues Spiel, neues Glück – und dieses Mal würde die Zeit auch nicht drängen …
2. Versuch (Mittwoch, 01.02.2012)
18:25 Uhr – Ankunft (gefühlte 55 Personen vor der Theke)
18:30 Uhr – Na dann warten wir mal
18:45 Uhr – Ich warte immer noch, mittlerweile habe ich aber einen Sitzplatz
18:55 Uhr – Es lichtet sich ein wenig, Hoffnung kommt auf
19:10 Uhr – Endlich bin ich an der Theke
19:11 Uhr – Wieso streiten sich die Typen nebendran eigentlich mit der Verkäuferin?
19:12 Uhr – Jetzt weiß ich es!
Die benachbarten Kunden stritten sich nicht etwa über den Preis oder die Ware, sondern über die Tatsache, dass jetzt, wo sie nun endlich an der Reihe wären, nix mehr verkauft wird! Schließlich sei es schon nach 19:00 Uhr und somit Zeit, den Laden zu schließen!
Ich zweifelte kurz an meiner Hörfähigkeit, war mir ziemlich sicher, die Angelegenheit wohl missverstanden zu haben, aber als mir der Verkäufer, bei dem ich nun eigentlich an der Reihe gewesen wäre, exakt das gleiche mitteilte, war ich erstmal geplättet
!
So richtig glauben wollte ich es dennoch nicht, zeigte ihm brav meine 3 vorher bereits notierten Artikelnummern – aber das Einzige, was er mir sagte war: “Sie können das jetzt gerne bei mir bestellen, dann wird das morgen an Sie verschickt”.
Häh? Geht’s noch
?
Ich verfahre doch nicht meinen Sprit auf dem Weg zu dem Laden, opfere meine Freizeit und stelle mich 47 Minuten in die Schlange, nur um dann eine Bestellung aufzugeben, die ich bei dem gleichen Laden im Internet vermutlich in weniger als 2 Minuten von zuhause aus hätte tätigen können
!
Nach so viel Dreistigkeit fehlten mir einfach die Worte! Zudem konnte ich auch absolut kein Fehlverhalten auf meiner Seite feststellen: Ich war pünklich vor Ort, stellte mich brav in die Schlange, wartete, bis ich an der Reihe war – um dann zu hören, dass ich nun ganz einfach nicht mehr an der Reihe bin!
Beim Verlassen des Geschäfts schaute ich sicherheitshalber noch mal meine Uhr, ob wir auch wirklich das Jahr 2012 schreiben. War da nicht was mit dem Einzelhandel, der sich andauernd über zu wenig Umsatz beklagt? War da nicht erst kürzlich die Insolvenz von Schlecker? Bei wie vielen Firmen wird gerade über einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen nachgedacht, weil das Geschäft nicht läuft?
In Heiligenwald scheint dagegen, passend zum Namen, noch heil(ig)e Welt zu sein. Glückwunsch, Herr Borkhard, die Schilder mit dem “Wegen Reichtum geschlossen” sieht man immer seltener
! Dann kann ich mein Geld ja ohne schlechtes Gewissen bei den Mitbewerbern ausgeben, kein Problem.
Oh, und bevor ich es vergesse:
19:15 Uhr – Entschluss gefasst!
Bei der Firma ASMC GmbH werde ich zukünftig ganz sicher noch nicht mal mehr einen einzigen Cent lassen
! Weder stationär noch im Versandhandel! Und auch ganz sicher keinen Fuß mehr in einen der Läden setzen!
Allenfalls könnte die Firma für mich noch als Dienstleister taugen, wenn ich mal dringend irgendwelche Artikel zum Anschauen benötige und mich danach ganz eng an § 312d BGB orientieren will. Es trifft ja augenscheinlich keinen Armen …
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Nachtrag vom 04.02.2012
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Es hat sich etwas getan in der Sache, womit ich nicht gerechnet hätte: Der Geschäftsführer der ASMC Gmbh, Heinz Borkhard, hat sich in einer Mail persönlich bei mir für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und mir die Hintergründe zu der genannten Vorgehensweise seiner Angestellten erklärt. Zudem will er mir eine Entschädigung für den ganzen Frust zukommen lassen. Hut ab, kann ich da nur sagen
!
Bezüglich der angebotenen Entschädigung habe ich ihm auch schon einen Vorschlag unterbreitet, wie aus den vertanen 47 Minuten Wartezeit am Ende doch noch eine gute Sache, im wahrsten Sinne des Wortes, werden kann. Mehr dazu, wenn ich die Antwort habe.

Der Insert selbst passt nur in einer Richtung auf die Poti-Achse, der Knopf passt allerdings in allen vier Richtungen (Orientations) auf den Insert. Somit hat man die leidige Geschichte mit den unterschiedlichen Ausrichtungen elegant gelöst


Die Linefader passen hingegen wunderbar, was allerdings nur ein schwacher Trost ist. Dort könnte ich auf eine farbliche Unterscheidung gerne verzichten (sind ja nur 4).





