Spareribs aus dem Buchenholzrauch

Hmm :?: , Rippchen bzw. Spareribs hatte ich ja noch nie – weder gegessen noch gemacht. Liegt wohl daran, dass ich knochenlosem Fleisch bislang immer den Vorzug gab. Aber irgendwann ist auch mal Zeit für das „Erste Mal“ :) :

Zufällig hüpfte mir beim letzten Einkauf auch das „Weber’s Räuchern“ – Buch stark rabattiert in den Einkaufswagen, in dem auf Seite 47 eben diese Spareribs als Rezept auf Nachahmung warteten. Zwar mit Hickory-Rauch, aber mangels geeigneter Holzvorräte muss in diesem Fall eben Buchenholz durchs Feuer.

Zuerst geht es an das Vermengen der Zutaten für die Würzmischung:

 Als da (für 8 Personen) wären:

  • 2,5 EL grobes Meersalz
  • 2 EL Chilipulver
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 EL Knoblauchgranulat
  • 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Anschließend gilt es, die Mischung ohne große Sauerei auf den Spareribs zu platzieren:

Bei der Kohlenbefeuerung entschied ich mich, wie weiland beim Pulled Pork, für einen Minion-Ring, schließlich sollte im Kessel während der nächsten 6 Stunden eine möglichst konstante Temperatur (110° C – 120° C) vorherrschen

Und damit das auch ordentlich raucht, kam obendrauf das schon erwähnte Buchenholz:

Gestartet wurde anschließend mit ein paar durchgeglühten Briketts…

 … um nach erstmaligem Erreichen der Zieltemperatur die Rippchen ordnungsgemäß auf dem Rost zu platzieren:

Die Sache mit dem zarten Buchenholz-Rauch funktionierte auch:

Für die nächsten Stunden war erst mal Chillen angesagt, denn bis auf ein stündliches Einsprühen mit einem Mix aus Apfelsaft (175 ml) und Apfelessig (60 ml) war nix zu tun. Also Platz nehmen in der Kommandozentrale des Kaminzimmers und ein Auge auf die Kesseltemperatur haben:

Zwischendurch immer mal wieder einsprühen:

Sieht doch schon ganz ordentlich aus:

Nach ca. 5 Stunden war das Aufköcheln der Sauce dran:

  • 500 ml Ketchup
  • 125 ml Apfelsaft
  •   60 ml Apfelessig
  •   50 g Senf
  • 2 EL Melasse
  • 2 EL Worcestersauce
  • 1 TL Knoblauchgranulat
  • 1/4 TL Chilipulver

Die Melasse hatte ich übrigens völlig vergessen, was der Freude und dem Geschmack aber letztendlich keinen Abbruch tat.

Das letzte Bild, bevor es mit den Rippchen in Alufolie weitergeht:

Rauf auf die Folie:

Mit Sauce einpinseln:

Und eine weitere Stunde im Kessel schmurgeln lassen. Eine kleine Gemüsebeilage kam auch noch dazu:

Vor dem Servieren erneut einpinseln:

Nun geht es zum gemütlichen Teil:

Tellerbild:

Fazit:

Jaaa, das war durchaus genehm :) ! Aber beim nächsten Mal werde ich weniger Apfelessig als im Rezept vorgesehen nehmen, denn der Essig-Geschmack war für mein Empfinden schon etwas dominant. Die Erklärung hierfür fand ich auch prompt im Forum von myBBQ.net: Essig ist in Amiland geschmacklich eher fluffig, während die Brühe hierzulande deutlich strammer schmeckt. Bei der Übersetzung der amerikanischen Rezepte wird an der Menge der Zutaten aber nix gedreht, was dann letztendlich zu einer Überdosierung führt. Aha :idea: !

  1. @Kasselfood
    Danke, mit höherer Temperatur habe ich es noch nicht versucht – es gab aber auch erst exakt 1 x Spareribs :ups:

  2. Schöne bebilderte Anleitung. Ich persönlich nutze ja eher einen Smoker, Kugelgrill habe ich noch nie verwendet. Hast du es schonmal mit höherer Temperatur ~150°C versucht?

    http://kasselfood.com/2014/03/09/spareribs-in-honig-senf-marinade-zum-grillen-rezept/

  1. 1. Apr. 2015
  2. 29. Mrz. 2016

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