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Icom ID-880 mit (Bluetooth-)GPS-Maus verbinden

Nachdem ich ja kürzlich schon über den Neuerwerb des ID-880 berichtet habe, konnte ich zwischenzeitlich die Finger nicht still halten und habe mich etwas ausführlicher mit der Möglichkeit befasst, das Gerät mit einem externen GPS-Empfänger zu verbinden, um damit meine „Duftmarken“ :) über DPRS / APRS zu setzen.

Das Schöne an der ganzen Überlegung:
Es gibt im Icom Zubehör weder ein überteuertes GPS-Gerät, noch eine proprietäre Steckverbindung als Verbindung zum Transceiver – eine simple Klinkenbuchse (2,5 mm Stereo) und ein serieller GPS-Empfänger reichen aus.

Das Schlechte daran:
Bis auf einige wenige GPS-Empfänger gibt es keine, die auf eben diese Klinkenbuchse passen  :( , sondern entweder per PS/2 – Stecker oder per Bluetooth ihre Daten übertragen.

Aber irgendwie muss ich doch meine alte Bluetooth GPS-Maus, die auf den Namen „Xaiox Wonde X“ hört (Technische Daten hier),

Xaiox Wonde X

zu einer Kommunikation mit dem ID-880 bewegen können, zwar ganz sicher nicht über Bluetooth, aber irgendwie anders.

Also mal aufschrauben und nachschauen, ob sich etwas findet  :mrgreen:

Aha, was muss ich da sehen? Fünf offene Lötpunkte, die quasi nur darauf warten, von mir verdrahtet zu werden :mrgreen: . Aber welchen der 5 nehmen wir denn? Ein Multimeter gibt Aufschluß darüber, schließlich ist zwischen dem 3. und 4. Lötpunkt von links eine seltsame Aktivität in Form eines rhythmischen Spannungswechsels zwischen ca. 1,5 Volt und 3,6 Volt zu erkennen.

Wenn das mal nicht die Positionsdaten der Maus sind, die sie gerne an ein anderes Gerät weiter melden möchte :hurra:  (und vermutlich auch über Bluetooth tut, aber das versteht der ID-880 ja nicht und interessiert an dieser Stelle auch nicht weiter).

Und weil die Spannung weit unter der Spannung liegt, die bei einem üblichen RS232-Signalpegel (3 – 15 Volt) zu erwarten ist und die der ID-880 meiner Meinung nach auch verlangen würde (genaue Spezifikationen darüber, was der ID-880 nun wirklich an seinem Anschluß erwartet, konnte ich nirgendwo finden), war ich nicht abgeneigt, testweise die beiden genannten Punkte auf der GPS-Platine mit den Anschlüssen an einem 2,5 mm – Klinkenstecker zu verbinden, der in der dafür vorgesehen Buchse auf der Rückseite des Transceivers eingesteckt war.

Bei diesem Versuch stellte sich heraus, dass der 4. Lötpunkt (von links) mit der Masse des Klinkensteckers, der 3. Lötpunkt (von links) mit der Spitze des Klinkensteckers verbunden werden muss, damit die GPS-Anzeige des ID-880 zum einen angezeigt wird und nach erfolgtem Sat-Fix des GPS-Empfängers auch aufhört zu blinken.

Bildhaft sieht die Belegung folgendermaßen aus:

In der dargestellten Konfiguration funktioniert alles einwandfrei, allerdings nur dann, wenn die Übertragungsgeschwindigkeit im ID-880 auf 9600 Baud eingestellt ist. In diversen Foren wird darüber berichtet, dass die Geschwindigkeit auf 4800 Baud reduziert werden muss, damit alles ordnungsgemäß funktioniert, aber mit 4800 wollte mein ID-880 noch nicht einmal eine Maus erkennen (kein GPS-Symbol im Display), geschweige denn eine Position. Zumindest mit der Xaiox Wonde X ist die 9600 also die richtige Wahl.

Die ersten Tests im Praxisbetrieb verliefen zufriedenstellend, die jeweilige Position wurde fehlerfrei übermittelt, sowohl im DVG- (für andere Icom-Geräte) als auch im DVA – Modus (für APRS).

Die Stromversorgung der GPS-Maus erfolgt übrigens wie bei ihrem bisherigen Einsatz (als GPS-Empfänger zur PDA-Navigation) über den internen Akku (wechselbar und baugleich mit zahlreichen Handy-Akkus für Nokia Geräte und für wenige EURonen zu bekommen), angesichts der Tatsache, dass Icom dem ID-880 keine gescheite Möglichkeit mitgegeben hat, externe GPS-Empfänger mit Saft zu versorgen, werde ich in dieser Richtung auch nicht mehr groß rumfummeln.

Warum auch, es funktioniert und gefällt :hurra: !

Ergänzung (02.11.2014):
Anbei noch zwei Screenshots zu den Settings des 880 aus der zugehörigen Software

Digital-Setting

Digital-Setting

Common-Setting

Common-Setting

Neues Gerät: Icom ID-E880

Was macht man nicht alles, wenn man faul ist?

In meinem Falle zumindest Geld ausgeben, damit man nicht andauernd den IC-E92D zwischen zuhause und Auto rumschleppen muss, will man sowohl in heimischen Shack als auch mobilerweise in D-STAR QRV sein. Bislang hatte ich im Auto nämlich *nur* einen stinknormalen Duobander von Icom (IC-208), der zwar klaglos seinen Dienst verrichtete, aber eben nicht in der von mir gewünschten digitalen Betriebsart. Als Konsequenz blieb da in der Vergangenheit nur der bereits genannte Hin-und-her – Transport des IC-92, inklusive der damit verbunden Unannehmlichkeiten wie Stromversorgung, Antennenumschalter im Auto, QRP-Betrieb sowie das schlichte Vergessen, wenns mal wieder schnell gehen muss.

Also musste ein neues Gerät her, die eierlegende Wollmilchsau, zumindest was die Betriebsarten (außer SSB) angeht: Der Icom ID-E880.

Die Ähnlichkeit mit meinem bisherigen IC-208 ist nicht zu leugnen, was der Unterbringung und dem Anschluß in meinem  Auto ungemein zuträglich ist, doch unter der Haube hat Icom zusätzlich einen AMBE-Chip spendiert und somit die digitalen Annehmlichkeiten von D-STAR in einem handlichen Gerät ermöglicht.

Im Gegensatz zu seinem großen Bruder IC-2820 kann er zwar serienmäßig kein Dual-Watch und hat auch keinen GPS-Empfänger im Lieferumfang, dafür ist er aber um einiges preiswerter und eben auch handlicher.

Ganz im Gegensatz zu anderen Icom-Geräten gibt es diesmal auch die Programming-Software CS-80/880 zum kostenlosen Download im Netz, ebenso ist ab Werk bereits ein Separationskabel (3,40 m Länge) inbegriffen, was bei anderen Geräten für (richtig) teuer Geld als Zubehör erworben werden muss. Positiv ist weiterhin, dass die Bedieneinheit auf der Rückseite mit zwei starken Magneten versehen ist, die die Montage derselben, je nach Gegebenheiten im Fahrzeug, durchaus erleichtern kann.

Hat Icom da etwa mal mitgedacht? Das kennt man sonst gar nicht :mrgreen:

Nun gut, wo Licht ist, muss natürlich auch Schatten sein:
Der Lüfter würde ohne Probleme auch als Fön durchgehen, vielleicht nicht im Hinblick auf die Temperatur, aber auf jeden Fall von der Lautstärke her. Im Auto mag das ja noch relativ unproblematisch sein (dafür ist das Gerät ja auch eigentlich gedacht), aber stationär zuhause raubt einem das Ding bestimmt den letzten Nerv, vor allem wegen der fehlenden temperaturabhängigen Steuerung. Sobald man die PTT betätigt, rauscht das Ding los, auch wenn die Gerätetemperatur nahe dem Gefrierpunkt liegt. Es gibt zwar zwei weitere Einstellmöglichkeiten, SLOW und FAST, aber damit brummt der Luftquirl andauernd, unabhängig vom Betriebszustand.

In diesem Punkt hat Icom also definitiv nicht mitgedacht. Oder eben am falschen Ende gespart, ist doch eine vernünftige und temperaturabhängige Lüfterregelung schon für wenige EURonen zu bekommen. Somit war der erste Schritt nach dem Auspacken die Nachrüstung einer solchen, damit nur dann die Luftmassen bewegt werden, wenn es notwendig ist.

Zum Einsatz kam dabei, wie auch bereits beim IC-208, ein kleiner Bausatz von ELV namens SMD-Temperaturschalter STS-1, zum sagenhaften Preis von 5,95 EUR (Art.-Nr.: 68-523-13). Das Teil kam damals fix und fertig montiert und die einzig notwendigen Arbeiten bestanden in dem Auftrennen der und dem Zwischenschalten in die Lüfterstromversorgung sowie der Platzierung des kleinen Heißleiters irgendwo im Gerät, sinnvollerweise mit Wärmeleitpaste an einem Gehäuseteil. Danach schnurrt der Lüfter nur noch dann los, wenn es angezeigt ist. Oder besser gesagt: Dann, wenn die mittels eines Potis eingestellte Temperatur überschritten wird (Anleitung als pdf).

Warum Icom nicht auf diese Idee gekommen ist, bleibt sicherlich für ewige Zeiten ein Rätsel. Genau wie die Tatsache, dass man überhaupt einen derart lauten Lüfter montiert hat, wo es doch heutzutage leistungsfähigere und deutlich leisere Lüfter gibt (im Blog von DL2UL wird der Austausch des Lüfters als geeignte Maßnahme für die Lärmreduzierung beschrieben).

Ansonsten bin ich mit dem Gerät bislang zufrieden (ich nutze es immerhin schon einen ganzen Tag :mrgreen: ), mal schauen, was die Zukunft so bringt …

Hanomag-Treffen am Bostalsee

Das Hanomag-Treffen am Bostalsee gibt es bereits seit 2006, angeschaut hab‘ ich mir die ganze Sache bislang noch nie :( . Wohlgemerkt, bislang  :) !

Denn glücklicherweise führte mich meine Full-Cycle-Cachetour direkt am Bostalsee vorbei, so dass ich mir endlich einmal die dort aufgestellten Fahrzeuge näher anschauen konnte. Und da ist schon das ein oder andere Schmuckstück dabei, bei dem die Eigentümer einiges an Zeit und Arbeit investiert haben, um aus einem alten LKW ein Gefährt mit Vollausstattung zu kreieren. Hut ab!

Natürlich habe ich auch Ausschau nach eventuellen Funkantennen gehalten, schließlich wird es doch mindestens einen geben, der neben der bereits erwähnten Vollaustattung auch einen Transceiver samt Antenne und anderem Schnickschnack verbaut hat. Und siehe da: Ich hab einen gefunden  :mrgreen: !

Albert, DH2VM, weilte dort mit seinem Magirus Mercur 120 AK und bat mich zum improvisierten Fotoshooting auch gleich in sein Domizil. Vielen Dank an dieser Stelle fürs Zeigen und Erklären :) !

Nach allerlei Fachsimpelei über alte LKWs, Amateurfunk und andere seltsame Hobbys zog ich dann wieder von dannen, natürlich nicht ohne noch das ein oder andere Fahrzeug abzulichten.

Peiker Lautsprecher KL1

Nachdem mir der Name Peiker ja schon öfter in Verbindung mit guten Lautsprechern für Funkzwecke zu Ohren gekommen ist, habe ich mir kürzlich auch mal so ein Ding in der Bucht geschossen. Von Zeit zu Zeit kann es nämlich durchaus nützlich sein, den eingebauten Lautsprecher des IC-703 durch diesen Mini-Dröhnling zu ersetzen.

Die blaugrüne Farbe ist übrigens nur eine Spiegelung ...

Mit Karton

Nicht, dass der IC-703 schlecht klingt, ganz im Gegenteil, aber manchmal hat man das Teil ja schön verpackt im passenden Rucksack (LC-156) und will trotzdem außerhalb noch etwas hören.

Der erste Lautsprecher, den ich mir für diesen Einsatzzweck zugelegt hatte, so eine Art Peiker – Nachbau aus dem Elektronikladen mit dem großen C für knapp 10 EURonen, erwies sich schon nach dem ersten Einstecken als Fehlkauf: Beschissene und überaus kastriert klingende Modulation, die bei etwas höherer Lautstärke sogar das komplette Gehäuse irgendwie zum Rappeln bringt. Trotzdem ja von einem „Kleinlautsprecher“ nicht die sattesten Töne erwartet werden können  – einen halbwegs normalen und größtenteils angenehmen Klang hatte ich mir schon erhofft  :(

Also fiel die Entscheidung im nächsten Schritt auf den oben genannten Peiker KL1, der gemäß Aufschrift auf dem Karton „oft kopiert, nie erreicht“ sein sollte. Nach dem Anlöten des Klinkensteckers (der KL1 wird standardmäßig zwar mit Kabel, allerdings ohne Stecker geliefert) und einem ersten Test war ich spontan positiv überrascht: Für ein so kleines Teil klingt er richtig gut :) !

Der Klang ist zwar durchaus als „giftig“ zu bezeichnen, aber lange nicht so schlimm wie bei der Nachbau-Version und darüber hinaus auch noch halb so giftig, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. Preislich war es übrigens auch ein Schnäppchen, für knapp 5,- EUR + Porto war er 3-2-1 – mein :mrgreen: !

Fazit: Hätte ich direkt den Peiker gekauft, hätte ich nicht nur 10,- EUR, sondern mir auch den Ärger über den mißratenen Klang des ersten Lautsprechers gespart. Versuch macht kluch  :pfeif:

Micro-Fieldday (18.04.2010)

Da war ich aber mehr als erfreut, was gegen Ende des Micro-Fielddays noch so alles rein kam  :) . Und vor allem, dass man mich mit den 10 Watt aus dem IC-703 und der Homebrew-portable-G5RV auch noch gehört hat  :).

Zu Beginn lief es eher suboptimal, meine Rufe verhallten im Nichts, teilweise frischte der Wind auf dem Peterberg derart auf, dass ich zwar keine Angst um meinen Masthalter, dafür um so mehr um meinen GFK-Mast hatte  :o . Der machte nämlich von Zeit zu Zeit einen recht verbogenen Eindruck, so dass ich die beiden Enden der G5RV am Boden mehrmals umstecken musste, damit wenigstens ein bisschen Halt da war.

Leider war das immer nur ein kurzer Halt, denn kaum war alles wieder in Ordnung, drehte der Wind und der Mast neigte sich in die andere Richtung :cry:  . Nächstes Mal muss ich doch mal das Abspann-Kit mitnehmen und ausprobieren …

Mit etwas gekürztem Mast (und somit auch ca. 1,50 m Hühnerleiter auf dem Boden :( ) stand das Ding dann allerdings wie eine Eins. Und scheinbar war es auch meinen Signalen nicht abträglich, wie die QSOs gegen Ende zeigen. Oder lag es daran, dass ich mich ausnahmsweise mal auf 17m verirrte? Wie auch immer, hier die Resultate:

14:53 UTC, 20 m : IN3ADW (Italien)
15:37 UTC, 40 m : CT1JOP (Portugal)
16:27 UTC, 40 m : F5REF (Frankreich)
17:27 UTC, 17 m : 4X4FR (Israel)
17:47 UTC, 17 m : PT7CB (Brasilien)
18:02 UTC, 20 m : A65BP (Vereinigte Arabische Emirate)
18:24 UTC, 17 m : CU1EZ (Azoren)

Sieht sich doch für QRP nicht schlecht an  :bravo: . Leider hat es mit A43WARD (Oman), TL0A (Zentral-Afrika), K1BJ und KB1MSX (beide USA) nicht geklappt, obwohl ich sie gut empfangen konnte. Vielleicht beim nächsten Mal?

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