Bin ich ein Uhu-Mörder?

Zumindest will man mir das ansatzweise unterstellen, wenn ich mir die Kommentare des anonymen Posters zu folgendem Blogeintrag anschaue. Denn dort heißt es ganz plakativ:

Chris Race, Sie sind der Owner des Caches: GC1PTTA Feldspa(t)ziergang - Der Dritte Auf dem Foto mit der Pumpstation sehen Sie im Hintergrund einen Brutplatz des dort im Steinbruch lebenden Uhu-Brutpaares. Das Suchen des Caches führt dort zu hohem Stress. Sollten die Cacher aus Abenteuerlust den See umrunden wollen, wird es zwangsläufig zu einem Brutabbruch kommen. Die Uhus gewöhnen sich an den dort stattfindenden Abbaubetrieb sehr gut, da sie wissen, das das Personal lediglich die Pumpstation aufsuchen wird und sich nicht weiter im Gelände bewegt. Cacher hingegen bewegen sich anders, intensiver und dies führt zu Problemen!

Das angesprochene Bild der Pumpstation sieht übrigens so aus:

pumpstation

Die erste Aufgabe lautet nun: Finde den Brutplatz des dort im Steinbruch lebenden Uhu-Brupaares!

Gemäß dem anonymen Kommentarschreiber ist dieser ja zweifelsfrei auf dem Bild zu erkennen :irre: (so sehr ich mich auch anstrenge, ich kann den Brutplatz nicht finden).

Ist aber auch nicht schlimm, denn ich behaupte, dass der anonyme Kommentarschreiber genauso wenig den Brutzplatz auf dem Bild findet wie ich, denn er war ganz sicher noch niemals dort! In seinem lustigen Kommentar schreibt er unter anderem:

Sollten die Cacher aus Abenteuerlust den See umrunden wollen ...

Das werden weder die Cacher noch sonstige Personen, die sich zufällig im Steinbruch rumtreiben, tun wollen oder können, denn es gibt  noch nicht mal ansatzweise einen Weg um den See. Ohne Schwimmen geht da gar nichts :wallbash: .

Zu seiner Aussage:

Die Uhus gewöhnen sich an den dort stattfindenden Abbaubetrieb sehr gut ...

kann ich nur sagen: In diesem (hinteren) Teil des Steinbruchs wird schon lange nicht mehr abgebaut, im vorderen mittlerweile auch nicht mehr, wie ich mir kürzlich habe sagen lassen.

Bleibt noch die Pumpstation:

... das das Personal lediglich die Pumpstation aufsuchen wird und sich nicht weiter im Gelände bewegt ...

Von dem kleinen Rechtschreib-Fauxpas mal abgesehen, wird sich wohl niemand mehr in die besagte Pumpstation begeben, denn deren beste Jahre sind lange schon gezählt, dort drin funktioniert schlicht nichts mehr:

pumpstation_2

Der anonyme Schreiberling mag sich vielleicht mit Uhus auskennen (aber auch das glaube ich mittlerweile nicht mehr), aber ganz sicher nicht mit den Gegebenheiten in dem besagten Steinbruch! Darüber hinaus muss der geneigte Geocacher an der genannten Location lediglich etwas ablesen, von einem Schild, außen über der Tür zur Pumpstation. Es gibt also gar nichts zu suchen (das verschimmelte Inventar im Innern war mir dann doch etwas zuwider) und demzufolge wird sich dort auch niemand "intensiver bewegen", wie es so schön heißt.

Weiter im Text - weg von den Uhus, hin zu meinen persönlichen Bekannten. Aus mir nicht erklärlichen Gründen kommt Mister Anonym nun zu der folgenden Erkenntnis:

Übrigens kennen Sie Vulcano Rider gut!

Aha?  :(

Bei "Vulcano Rider" (er meint sicherlich "Volcano Rider") handelt es sich um einen Geocacher, den ich bislang genau einmal zufällig getroffen habe. Muss ich ihn deshalb gut kennen? Nein, weder muss noch tue ich es! Und selbst wenn, hätte es mit dem eigentlichen Sachverhalt ja recht wenig zu tun.

Aber in Richtung "Vulcano Rider" hat unser anonymer Schreiberling in seinen Kommentaren in dem o.g. Blog auch noch einiges parat, schließlich ist er Owner von Caches, die sich teilweise an senkrecht stehenden Felswänden befinden, und dass obwohl wir doch alle wissen, dass an allen senkrechten Felswänden Brutplätze von Uhus vorzufinden sind.

Pfui, kann ich da nur sagen, der Vulkan-Reiter möge sich echt was schämen  :wink: !

Nun, die anonymen Kommentare in dem erwähnten Blog sind schon ein Weilchen älter und ich wurde erst heute durch einen Kollegen darauf aufmerksam gemacht, dass ich bzw. einer meiner Caches dort thematisiert wurden. Das wiederum hat mich dazu veranlasst, anstatt eines weiteren Kommentares diesen Artikel zu verfassen. Und während ich diesen nun schreibe (ganz ehrlich!), erreicht mich folgende Mail des Reviewers Fritz-aus-Bayern bzgl. der Archivierung des Caches :

Groundspeak wurde vor einigen Tagen aus dem Bereich des Natur- und Artenschutzes angesprochen, dass sich dieser Cache im direkten Umfeld des Brutplatzes einer streng und besonders geschützten Vogelart befindet.

In der Guideline steht u.a. "All local laws apply". Die EG-Vogelschutzrichtlinie, die FloraFaunaHabitat-Richtlinie und das Bundesnaturschutzgesetz beinhalten Regelungen im Sinne des Artenschutzes. Danach sind Störungen jeglicher Art während der Brut-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderzeiten nicht erlaubt. Auch außerhalb der Brutzeit, können Freizeitaktivitäten dazu führen, dass die Fortpflanzungs- und Ruhestätten beschädigt oder zerstört werden und dieser Lebensraum zukuünftig für dort lebende, streng und besonders geschützte Vogelarten qualitativ entwertet wird. Diese Eingriffe sind nach geltendem Recht verboten. Deshalb wird dieses Listing archiviert und für weitere Logeinträge gesperrt. Bitte entferne den Cache und sämtliche Stages, jedoch frühestens nach dem Ende der Brut- und Aufzuchtzeit (im Monat Oktober). Siehe auch die Archivierungen durch Groundspeak: http://coord.info/GC27BAH und http://coord.info/GC2QG07 . Im Bereich dieses Gebietes sind zukünftig keinerlei Caches mehr erlaubt.

Da brat' mir doch einer einen Uhu :o !

Da meint doch tatsächlich irgendeine Fraktion von Gutmenschen, bei Groundspeak eine handvoll Caches anschwärzen zu müssen, weil sich dort eine "streng und besonders geschütze Vogelart" aufhält.

Sind nun ab sofort alle Felswände tabu, unabhängig davon, ob sich dort tatsächlich ein Brutplatz irgendeines Vogels befindet? Zumindest in meinem Fall lasse ich mir gerne vor Ort genau diesen Brutplatz zeigen und werde danach vollstes Verständnis haben. Aber vorher auf gar keinen Fall!

Bedeutet das nun auch im Umkehrschluss, dass ich mir einfach einen wichtig (am besten noch amtlich) aussehenden Vereinsnamen ausdenken kann (z. B. Vogelschutzverein A-Z), damit an Groundspeak herantrete, irgendwas von Flora-Fauna und Vogelmord fasele, und danach der oder die gewünschten Caches zwangsarchiviert werden? Ohne jemals den Beweis erbracht zu haben, dass das, was ich geschrieben habe, überhaupt der Realität entspricht :wallbash: ?

Nichts anderes hat der anonyme Uhu-Rheinland-Pfalz-Schwätzer-Schützer nämlich gemacht:

Er hat keine Ahnung von dem Steinbruch, weiß aber ganz sicher, dass dort das Uhu-Paar XY brütet, rein zufällig auch noch genau an der Stelle, an der sich eine QTA von meinem Cache befindet. Und Zack: Die Groundspeak-Lakaien greifen zur Zwangsarchivierungskeule :maul: und machen den Cache dicht!

Wenn es nicht die ahnungslosen und größtenteils unschuldigen Owner treffen würde, würde ich mit dem Anschwärzen gleich morgen anfangen. Ich kann mich nämlich noch gut daran erinnern, dass vor einigen Jahren der Ausbau der Landebahn des Flughafens Hahn massiv behindert wurde, weil doch just zu der Zeit und just in diesem Gebiet angeblich die Mopsfledermaus wieder heimisch wurde. Ein Art Cache-Bannmeile rund um den Flughafen wäre da doch mehr als angebracht!

Gleiches gilt natürlich für den Stuttgarter Bahnhof, auch dort sollte man sofort alle Caches im Umkreis von mindestens x Kilometern archivieren, treibt sich dort doch der gemeine Juchtenkäfer herum!

Wenn man sich bei Wikipedia das Ranking zu den Todesursachen von Uhus anschaut (32,5 % Stromtod, 29,5 % Verkehr, 10,3 % Drahtopfer), dann sollten wir eigentlich noch ganz andere Maßnahmen zum Schutz des Uhus ergreifen: Wir gehen zurück in unsere Höhlen, zünden Kerzen statt Glühbirnen an, gehen wieder zu Fuß, statt mit dem Auto oder der Bahn zu fahren und bauen Holz- statt Stacheldrahtzäune, um unser Vieh am Weglaufen zu hindern.

Und weil wir dann sowieso keinen Strom mehr benötigen, können wir auch gleich die ganzen Windkraftanlagen wieder abbauen, an denen auch das ein oder andere Flügeltier zu Tode kommt.

Fazit: Es gibt gab eine QTA in einem (von Menschen gemachten!) Steinbruch, ein selbst ernannter Uhu-Flüsterer ist sich ganz sicher, dass dadurch ein Uhu-Brutpaar dem sicheren Tod geweiht ist (die bloße Annahme reicht schon!) und Groundspeak macht den Laden zu (ohne den Sachverhalt auch nur ansatzweise zu prüfen!).

Bei der nächsten "Beat-im-Bruch" - Veranstaltung (übrigens genau in dem besagten Steinbruch) werde ich mich persönlich für eine Schweigeminute in Gedenken an alle lebenden und verstorbenen Uhu-Brutpaare einsetzen. Ganz sicher!

An dieser Stelle sei übrigens Herr Battefeld noch herzlich gegrüßt: War's das oder haben Sie sich in Ihrem Referat noch anderen Mumpitz ausgedacht?

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    • -jha-
    • 23. Aug. 2011

    Nature :

    Der UHu stehr unter Naturschutz (übrigens man kann auch nachträglich angezeigt werden, auch wegen Hausfriedensbrüch usw.

    Gelesen hast Du die Argumente im Artikel aber schon, oder?

    Hausfriedensbruch durch langlaufen auf einem öffentlichen Wanderweg und Anschauen eines Schildes an der Vorderseite eines daran stehenden Gebäudes?

    Nunja, mag ja sein, dass die Uhus glauben, da seien Spanner unterwegs und dann zu gehemmt sind, ihrem Vermehrungsbedürfniss nachzugehen.

    • Nature
    • 5. Jul. 2011

    Herr Lass es Hirn regnen,

    auch n’Ihr Trottel müßt euch an Gesetzte halten auch an NAurschutzgesetze
    z.b wer Tiere beunrugigt , stört, unnötig tötet Geldstrafen bis zu 50 000 euro.
    Der UHu stehr unter Naturschutz (übrigens man kann auch nachträglich angezeigt werden, auch wegen Hausfriedensbrüch usw.

    • ande71
    • 15. Apr. 2011

    Wenn wir anfangen auf jedes Viehzeuch das da kreucht und fleucht zu achten, dann gehen wir am besten nicht mehr ausm Haus. :doh:

    Die Idee mit dem Gang aufs Amt finde ich gar nicht mal schlecht! :mrgreen:

    • zockfreund
    • 10. Apr. 2011

    ^^ also wenn ich ganz streng danach gehen würde, Artenschutz usw. dann sollten wir uns ein neues Hobby suchen. Von den Caches die ich bis gesucht habe, waren vorne weg 10 dabei die gegen irgendein Recht verstoßen haben.

    nebenbei: Hat irgendwer schon mal bei der Gemeinde angefragt ob er an ein Verkehrsschild ein Petling dran hängen darf? Hat irgendjemand nachgefragt ob er an den Baum was dranhängen darf? Wenns danach geht die Genehmigung des Besitzer zu haben müssten alle Caches die nicht auf dem Privatgrundstück des Owners liegen archiviert werden weil bei so gut wie keinen eine Genehmigung vorliegt.

    Aber von der Seite gesehen ^^ sollten wir mal mit 100 Mann/Frau aufs Amt rennen und Genehmigungen einholen dann schaffen wir neue Arbeitsplätze :D
    Cachebeauftragter des Saarlander :D :D

    Schönen Gruß aus Freisen
    zockfreund

  2. Ameisen hatten wir glaub ich noch nicht, die stehen übrigens auch unter Naturschutz. http://www.ameisenwiki.de/index.php/Artenschutz,_Naturschutz

    Ansonsten hab ich mal diesen Artikel auch noch verlinkt in meiner Shitliste …

    • ande71
    • 2. Apr. 2011

    “ Danach sind Störungen jeglicher Art während der Brut-, Aufzucht-, Mauser-, Überwinterungs- und Wanderzeiten nicht erlaubt. Auch außerhalb der Brutzeit, können Freizeitaktivitäten dazu führen, dass die Fortpflanzungs- und Ruhestätten beschädigt oder zerstört werden und dieser Lebensraum zukuünftig für dort lebende, streng und besonders geschützte Vogelarten qualitativ entwertet wird. Diese Eingriffe sind nach geltendem Recht verboten.“

    Super! Dann verstößt das Saarland mit dem Bau eines Freizeitparks am Bostalsee, dem Betreiben eines Strandbades und eines Segelhafens ja masiv gegen diese EU-Richtlinie! :bravo:

    • ande71
    • 2. Apr. 2011

    Aha, da gibts Uhus.!?!
    Als ich an dem Cache war, gabs da nen Wildentenerpel, der gelangweilt auf dem Wasser dümpelte und sich weder von uns noch von irgendwas stören ließ. Aber wenn da jetzt ja Uhus sind, dann sind die echt zu beneiden. Sitzen in der ersten Reihe für all die Privat-Motocross-Rennen und Privat-Quad-Challlenges, die da regelmäßig abgehen.
    Aber wie gut, dass es solche „Gutmenschen“ gibt. Die sorgen auch sicher bald dafür,dass es im Bostalsee keine Offshore-Windanlage geben wird. Schließlich ist der Se ja ein beliebter Zwischenstopp für die Zugvögel.
    Am Besten man geht gar nicht mehr vor seine Haustür, oder in seinen Garten, denn man könnte eine Meise beim Kacken stören.

    • Team AC/DC
    • 28. Mrz. 2011

    Also, echt, man kann den See umrunden??? Als ich dort war ging das nicht. Auch Uhu´s habe ich als Hobbyfofograf nicht entdeckt nur (hmmm sind die lecker…) Stockenten … aber ich lade Dich Chris hiermit ein, mit meinem Offroadvehicle einen Ausflug zu den fast täglich dort stattfindenden Offroadrennen zu machen. Am besten noch, wie Du schon richtig erkannt, hast beim Beat im Bruch. Nur muss ich darauf hinweisen, dass uns dort so mach´seltsame Eule über den Weg läuft.

    Ganz im Ernst, ich denke, hier will wieder mal ein selbsternannter, super Naturschützer uns das Leben schwer machen. Ich hatte auch bei meinen Tongruben schon besuch vom „Umweltbeauftragen“. Sicherlich gibt es bedrohte Tierarten, welche es zu schützen gilt. Nix anderes wollen wir Cacher ja auch, aber Angesichts der in DIESEM Steinbruch stattfindenden, menschlichen Aktivitäten (außer die „paar Cacher“) glaube ich nicht, dass auch nur ein tauber Uhu sich nur in die Nähe verirren würde. O. K. ich lass mich gerne etwas Besseren belehren, aber den Beweis ist uns allen, und besonderst Dir Chris, Mr. Anonym schuldig!

    • Simson70
    • 27. Mrz. 2011

    Es gibt in Deutschland ca. 1500 Uhu-Brutpaare, davon brüten je nach Quelle ca. 50-64% in Steinbrüchen, also etwa 750-1000. Oft wird in solchen Steinbrüchen noch reger Abbau betrieben, was die Uhus nicht stört. Zudem findet dort noch regelmäßig anderer Betrieb statt (Motocross, Edelsteinsucher, umherstreunende Umweltschützer,…). Jetzt wird einigen harmlosen Geocacher-Spaziergängern unterstellt, für die Verbreitung der Uhus eine ernste Gefahr darzustellen. Nach meiner Erfahrung ist von 50 Leuten, die sich im Wald bewegen bestenfalls einer ein Geocacher. Aber verwirren Sie mich nicht mit Tasachen, ich habe meine Vorurteile.
    Aber was soll’s, Rheinland-Pfalz wählt ja heute eine rot-grüne Landesregierung, da dürfen wir unser Hobby eh‘ bald nicht mehr ausführen!

    • Michael (TEAM PASTERNAK)
    • 27. Mrz. 2011

    Statt hier zu posten sollten wir uns noch ein letztes mal auf die Suche nach unseren Tupperdöschen begeben. Der anonyme Uhu-Schützer wird seinen „Erfolg“ bei Groundspeak mit Sicherheit seine Gesinnungsgenossen mitteilen und bei einer konsequenten Umsetzung der Guidelines durch die Reviewer werden wohl 90% der Caches ins Archiv wandern müssen.
    Unter jeder Wurzel wird sich wohl ein panisches Kerbtier finden, in jedem Wald und auf jeder Wiese finden sich Tierbehausungen, deren Bewohner des Wahnsinns nahe sind wenn wir uns nähern, ganz zu Schweigen von den Ratten und ähnlichem Getier in den Lost Places die wir aufsuchen.

    Übrig bleiben ja immer noch die allseits geschätzten Leitplankencaches, die vermüllten Autobahnrastplätze und die beliebten Bushaltestellen mitten in der Stadt an denen wir uns austoben können. Was den Vorteil hat dass wir nicht mehr unser teueres Schuhwerk ruinieren, da wir dort im besten Fall sogar mit laufendem Motor loggen können.

    Ich werde mich heute, statt nach einem Cache, wohl nach einer neuen Behausung umsehen müssen, will ich doch den in meinem Garten populierenden Eichhörnchen, Grünspechte und zahlreichen Singvögeln mit meiner Anwesenheit auf der Terrasse nicht länger auf den Wecker gehen. Auch die Scharen von Elstern (die übrigens als schützenswert angesehen werden) können sich dann ungestört an den Kohlmeisen (die wohl als nächstes geschützt werden müssen) goutieren.
    Wenn dann noch irgend ein militanter Fledermausschützer dem Bundesumweltminister mitteilt, dass sich mein Schlafzimmer direkt unter dem Dachboden mit den dort abhängenden Fledermäusen befindet und diese durch mein nächliches geschnarche empfindlich gestört werden, steht eine Enteignung und Zwangsumsiedlung wohl unmittelbar bevor.

    Gruß an alle (ausser die anonymen)

    Michael vom TEAM PASTERNAK

    • MadDarkStar
    • 26. Mrz. 2011

    Mit totaler verärgerung musste ich feststellen, dass die schönsten Abseilcaches hier in unserer Ecke disabled wurden.

    Für mich ist es völlig unverständlich, dass Groundspeak bzw. der „Fritz aus Bayern“, willkürlich ohne irgendwelche Beweise, auf Grund einer Mail irgendeines „Naturschutzbeauftragten“ Caches disabled.

    Will ich als Member einen neuen Cache auf vermeindlichem „Privatgelände“ legen muss ich dem Reviewer eine Bestätigung des Besitzers bringen. Ohne diese läuft gar nix.

    Dies muss dieser „Naturschützer“ der wohl überhaupt nix mit Geocaching am Hut hat nicht. Es sollte diesem doch wohl ein leichtes sein, ein Bild des brütenden UHU Paares hier zu Posten, bzw. bei Groundspeak hiermit seine äußerrung zu beweisen.

    Immerhin versteht sich Groundspeak als Dienstleister und kassiert von mir als Premium Member auch Geld für eine Dienstleistung die an dieser Stelle nicht mehr erbracht wird.

    Sollte kein Einlenken seitens Grounspeak kommen, sollten die Owner in Betracht ziehen auf kostenlose alternativen auszuweichen. Ich finds einfach schade um die mit Mühe gelegten Caches, die nun nicht mehr erreichbar sind.

    Viele Grüße

    MadDarkStar :(

    • Thomas (GC:Oetzi5300)
    • 26. Mrz. 2011

    Moin moin,
    Auch ein SCHÖÖNES Beispiel für „naturverträgliche Activtäten!! Denn von Landesforstamt RLP organisiert und somit suuuuper Umweltverträglich!!

    Walderkundung:
    http://www.youtube.com/watch?v=5TGyKPzT6vM

    Am Ende sieht man dass sogar Abseits der Wege gefahren wird.
    Aber der Geocacher darf nicht abseits der Weglaufen!!

    • Volcano Rider
    • 26. Mrz. 2011

    Als ich in dieser Woche zufällig auf den Beitrag Netikette im grünen Forum gestossen bin, erhoffte ich mir nichts Gutes für meine Caches bzw. den Cache von Chris Race.

    Schließlich wurde der anonyme Schreiber mit etwas wenig Gefühl angegangen und eventuell damit wohl so stark provoziert, dass er den entscheidenden, letzten Schritt unternommen hat.

    Auch aufgrund dessen habe ich etwas länger mit meiner Meinung hinterm Berg gehalten und sogar etwas Verständnis aufgebracht.

    Das meine Abseilcaches nun auch geopfert werden, halte ich für besonders fraglich und werde mich mit Sicherheit nicht ganz so einfach damit abfinden.

    Vor allem weil T5-Caches bei weitem nicht so stark frequentiert sind, wie andere Caches.

    Bis heute habe ich immer nach bestem Gewissen meine Caches vorbereitet und auch an so mancher Örtlichkeit auf ein Legen des Caches verzichtet, wenn ich Bedenken hatte, wie z.B. zuletzt, als ich zusammen mit Member Eule1980 vor dem Abseilen feststellen musste, dass in der Wand ein Falke brütete.

    Dies war bisher in keiner Felswand, an der ich einen Cache gelegt habe, der Fall.

    Im Nachhinein muss man Chris Race eventuell sogar Recht geben in seiner Vorgehensweise, den Anonymus so stark zu kritisieren. Zeugt doch das Verhalten anonym Leute anzuschwärzen von fehlender Klasse auf ganzer Linie.

    Um es vereinfacht zu sagen:

    Mag ich den Uhu so sehr, dass ich ihn für schützenswert halte, dann sollte ich doch auch das nötige Format besitzen, dafür mit meinem Namen zu stehen.

    Mal ganz davon abgesehen einen Dialog zu suchen.

    Wenn es jetzt Schule macht auf diese Weise Caches zu melden und archivieren zu lassen, dann prophezeie ich Geocaching damit keine besonders rosige Zukunft, vor allem wenn ich lesen muss, dass Leute die selbst im Glashaus sitzen, dann auch noch mit Steinen werfen.

    Wenn die Meinung von Anonymus Schule macht, würde ohnehin mit Sicherheit Potential bestehen(aufgrund der Lage in Naturschutz- oder FFH- Gebieten), eine Meldung bei Groundspeak abzugeben, um diese Caches archivieren zu lassen.

    Dies entzieht dann unserem Hobby letztendlich jegliche Grundlage.

    Um der Forderung von Marcus, nämlich Caches in Warnstreiks zu schicken und eventuell vorübergehend zu deaktivieren, etwas mehr Nachdruck zu verleihen, werde ich ab sofort meine, mit großer Mühe, gelegten Caches auf unbestimmte Zeit disablen.

    Wenn andere Cacher, welche qualitativ sehr hochwertige und mühevoll gestaltete Caches in großer Stückzahl produzieren, wie z.B. eben Chris Race, dieser Vorgehensweise folgen, wird im nördlichen Saarland und im angrenzenden Rheinland Pfalz in nächster Zeit etwas Tristesse einkehren. Dies sollte gegebenenfalls in irgend einer Art und Weise auch bei Groundspeak Gehör finden.

    Auch andere Member, welche dieser Meinung sind und nicht auf gut gestaltete Caches (auch in der Vertikalen) verzichten wollen, sind herzlich zu dieser Aktion eingeladen.

    Frei nach dem Motto: Nicht nur reden, sondern auch mal Taten folgen lassen.

    Zudem behalte ich mir weiterhin vor, meine Caches sogar bei http://www.geocaching.com abzuziehen und gegebenenfalls auf einer anderen Seite zu publizieren.

    Ganz nebenbei werde ich trotzdem den Dialog mit Groundspeak suchen und mich bemühen meine gesperrten Geocaches wieder aktivieren zu lassen.

    Bis dato fehlt mir nämlich für die Sperrung meiner Caches jegliche Grundlage. Muss doch wie auch im Klettersport praktiziert, eine Felswand in der Falken etc. brüten mit Hinweisschildern versehen werden(siehe Schwarze Wand in Kirn).

    In diesem Sinne. Auf ein hoffentlich baldiges Wiedersehen!!

    Mit besten Grüßen, Volcano Rider.

    • Chris Race
    • 26. Mrz. 2011

    @Marcus
    Das „k“ in der sechsten Zeile ist verkauft :)

    • Marcus
    • 26. Mrz. 2011

    Neben vielen kleinen Fehlern, kaufe ich ein wichtiges „k“ zu Beginn der sechsten Zeile – sorry ;)

    • Marcus
    • 26. Mrz. 2011

    Ich denke man sollte Groudspeak (in Form der ‚Lakaien‘) Gelegenheit geben, den Fehler einzusehen und den Cache wieder freizugeben. Woher allerdings dieser Kadavergehorsam kommt, dass man erst einmal archiviert statt die Fachleute vor Ort zu hören, ist mir ein Rätsel.
    Nur weil jemand etwas mit Umwelt- und Naturschutz zu tun hat, steht er moralisch auf keiner höheren Stufe oder hat gar die Wahrheit für sich gepachtet. Auch sie verfolgen i.d.R. nur eigene Interessen.

    Wie ja der ein oder andere schon schrieb, ist dieses Naherholungsgebiet voll mit Motorsportfreunden, Spaziergängern und alle zwei Jahre sogar einer Ravergemeinde.
    In die Nähe der Felswand kommt man wohl nur als guter Schwimmer oder Bergsteiger. BEIDES ist bei diesem Cache nicht vorgesehen. Die Information liegt an einem – von vielen anderen genutzten Weg – man notiert sich was, macht vielleicht frevelhafterweise noch ein Foto und ist wieder weg.
    Womit sich 99% der Cacher dort besser und vernünftiger verhalten, als 100% der anderen Besucher. Das ganze unter der Prämisse dass dort tatsächlich jemand brütet … was ja nachweislich frei erfunden ist.

    Sollten die Reviewer tatsächlich nicht in der Lage sein falsche Entscheidungen (was ja wirklich mal vorkommen kann, bei der Menge an Anfragen, die da auf sie einprasseln), kann man sich ja noch an Groundspeak wenden, funktioniert auch das nicht sollten die ‚verantwortungsbewussten Owner‘ in RP und dem Saarland sich zusammen tun und mit Aktionen für die ‚Vernunft‘ kämpfen!
    Ich halte hier von Warnsteiks (alle Caches eine Woche lang deaktiveren), über nichts-mehr-zahlen (dann halt mal sechs Monate ohne Premium), bis zum Abwandern (Groundspeak ist ja nicht der Nabel der Cacher-Welt) alles für möglich! Meine Solidarität mit Chris und seinen Caches, den/die ich stets als sehr vernünftig und verantwortungsbewusst kennengelernt habe*, trägt mich da weit!
    Marcus

    * Wie übrigens auch mind. 90% aller Cacher die ich getroffen habe. Etwas das ich – gemessen an der Gesamtbevölkerung, ja sogar gemessen an der Mitarbeiterschaft in Ämtern & Verwaltungen – als extrem hohen Wert ansehe 8)
    Dass wir uns ‚dauernd‘ einreden lassen wir seien die Umweltzerstörer und Brutplatz- und Waldvernichter ist geradezu grotesk.

    Einen Gedanken dann doch noch. Im oben verlinkten Beitrag las ich noch folgenden Kommentar:
    > Was viele Caches von normalen Wanderführern,
    > Routenvorschlägen usw. nur unterscheidet, ist eine kleine
    > Tupperdose am Ende des Wegs – und die Tatsache, daß durchs
    > Cachen gelingt, was anderen nicht gelingt – Leute in die
    > Natur zu bringen.

    Ist da vielleicht auch manchmal der Neid der Offiziellen, die Triebfeder deren Handelns? Schließlich bemüht man sich da seit Jahren mit Mitarbeitern und Budgets um Erfolge, die eine kleine Tupperdose im Handumdrehen realisiert …

    • Chris Race
    • 26. Mrz. 2011

    @TandT
    Bravo TandT, hervorragend den Text nicht verstanden / verstehen wollen :wallbash: !
    Im Gegensatz zu manchen Reviewern (für die Nichtwissenden: TandT ist / sind im „richtigen Leben“ als Reviewer „2“ unterwegs) und zu Groundspeak sitze ich mitnichten auf einem hohen Roß, und alleine durch die Tatsache, dass es irgendwelche Gesetze gibt, lasse ich mich nicht davon abhalten, mir meine persönliche Meinung (andere nennen es „Geseiere“) über gewisse Sachverhalte zu bilden und diese auch kund zu tun!

    Wer aber, wie TandT z.B. mit seinem Nachtcache „Nachts im Hölscherholz… (GCP4ZQ)“, gemäß seiner eigenen Definition eigentlich zu den besagten „Spackos“ gehören müsste, die auf den Naturschutz und den in Verbindung mit Nachtcaches oft gezogenen BNatSchG §39, Abs. 1, Satz 1 pfeifen, sollte sich mal überlegen, ob er nicht doch selbst im Glashaus sitzt und ungeachtet dieser Tatsache trotzdem mit Steinen wirft :roll: !

    Dass Naturschützer die des Nachts losziehenden Geocacher in Feld und Flur nicht gerne sehen, sollte sich mittlerweile auch bis in den Norden des Landes herumgesprochen haben.

    Im Übrigen habe ich meine Bereitschaft, ernsthaft über die Sache nachzudenken und ggf. vollstes Verständnis für das arme Uhu-Brutpaar zu haben, in dem Artikel deutlich bekundet, wenn mir jemand statt mit Gesetzestexten und Geschreibsel mit nachvollziehbaren und belastbaren Beweisen kommt, nach denen gerade meine QTA an genau dieser Stelle einen ganz bestimmten Vogel stören sollte.

    Wie gut, dass aber nicht nur ich mein anonymes Fett bei dem „fragwürdigen Spiel“ in den besagten Kommentaren mit dem Satz „Sorgfalt! Tupperman, …, Verantwortung übernehmen – Tupperman!“ abbekommen habe, sondern auch der / die Reviewer (hier: Tupperman). Der kann zwar genausowenig dafür wie ich, hat sich aber bestimmt genau wie ich sehr über die Worte des Uhu-Schützers gefreut. War er doch schließlich selbst einmal Owner eines Abseilcaches in einem Steinbruch :)

    @mo-cacher
    Ich weiß, hat er mich doch nach meinem Kommentar in dem besagten Blog von seiner dienstlichen Mail-Adresse mit herzlichen Grüßen beehrt :) .

    • Humpler
    • 26. Mrz. 2011

    Nur mal so…
    In dem Steinbruch werden OFF-Road-Veranstaltungen mit LKWs, Autos, Quads und Motorrädern durchgeführt. Am Wochenende sind immer unzählige „Privatrennfahrer“ unterwegs.
    … aber wahrscheinlich sind die Uhus Motorsportfans.
    Um diesen Cache zu suchen, macht man einen Spaziergang und kann speziell an besagter Stelle NICHT den Weg verlassen.
    Aber die Geocacher sind ja immer die Bösen!
    Grüße nach Bosen
    Humpler

  3. Ohje, es muss besonders schwierig sein, sich an Regeln und Gesetze zu halten. Und alle, die einen darauf hinweisen werden wie in diesem Beitrag mit Bezeichnungen tituliert die einer Beleidigung gleich kommen. Resultat aus dem ganzen ist dann ein uneinsichtiges Geseiere wie hier jetzt zu lesen ist. Und warum? Weil es immer wieder (immer mehr) Spackos gibt die nur ihre eigenen Interessen im Auge haben und dank ihrer arroganten Scheuklappendenkweise die Fähigkeit verlieren, einen Blick über den Tellerrand hinaus werfen zu können. Naturschutz? Pah, nicht für mich – sollen sich doch andere mit beschäftigen, aber bitte ohne mich dabei zu belästigen oder einzuschränken, denn für mich zählt das alles nicht…

    Fazit:
    Komm mal wieder runter von Deinem hohen Ross und beschäftige Dich ernsthaft mit der Möglichkeit, dass der anonyme Poster und die Lakeien von Groundspeak vielleicht recht haben könnten!

  4. Den Battlefeld kannst Du übrigens anrufen, den gibts wirklich.

    • Resi
    • 26. Mrz. 2011

    Gut geschriebener Artikel, schade um deinen Cache :-( Ich kann deinen Frust gut verstehen.

    • -jha-
    • 26. Mrz. 2011

    Mehr Öffentlichkeit beim Geocaching führt genau zu diesen Effekten: Neben den etablierten Naturschützern treten noch haufenweise Berufsbetroffene auf, die als Gutmenschen irgendwelche selbstlosen Anliegen in einer Weise thematisieren, die zwar jeder Grundlage entbehren, aber eben bei Groundspeak und anderen obige Resultate zeitigen.

Geocaching-Stats
Opencaching-Stats