Weber Smokey-Mountain-Cooker

Was man nicht so alles findet, wenn man neugierig durch den Baumarkt streift …

Steht da doch tatsächlich in der 50%-reduziert-Ecke ein nagelneuer Weber Watersmoker – in 47  cm Durchmesser – zum Festpreis von 200,- EUR, der vorher 399,- EUR gekostet hätte. Ein kurzer Vergleich mit den Preisen im Netz zeigte sofort:

Der Preis ist heiß 8) !

Ruckzuck hüpfte das Ding dann auf mein Wägelchen und wurde zuhause fachgerecht aufgebaut und in Augenschein genommen:

Und was stellt man nach dem Aufbau als Erstes fest?

Die Weber-Jungs haben dem Teil doch tatsächlich keine Durchführung für einen Temperaturfühler spendiert  :doh: !

Glücklicherweise gibbet da zahlreiche How-To’s im Internetz, wie man diesem Umstand Abhilfe schaffen kann (z. B. hier). Also frisch ans Werk und eine M10-Edelstahlschraube frei Hand aufgebohrt:

Gar nicht so einfach, was hätte ich für eine Standbohrmaschine gegeben :hilfe:

Nun ging es noch daran, dem Raketchen ein bereits vorhandenes Loch (für die Rosthalterung im Innern) auf 10 mm aufzuweiten, damit  die Schraube auch ihren Platz findet.

Im Randbereich geht da natürlich etwas Emaille flöten, was man aber mit dem Aufbringen und anschließendem Durcherhitzen von Ofenlack kompensieren kann. Man sollte da auch nicht allzu zimperlich sein, schließlich handelt es sich um ein Sportgerät :) , das spätestens nach dem ersten Gebrauch mit ausreichend Dampf auf’m Kessel – zumindest im Innern – etwas verranzt ausschaut.

Hauptsache es funktioniert so, wie angedacht:

Und das tut es :) !

Monitoring der Solarmodule

Nach rund einem Monat Probelauf, Bastel- und Frickelei ist es nun halbwegs fertig, das Monitoring für die 6 installierten PV-Module. Zu finden ist das Ganze über den Solar-Button rechts oben in der Sidebar:

PV-Monitoring

Ohne zu sehr ins Detail zu gehen läuft das Monitoring folgendermaßen:

Die 6 Module (mit insgesamt 780 Wp) sind an einen Steca Tarom 4545 angeschlossen, der neben seiner eigentlichen Funktion als Laderegler auch die wichtigsten Daten über eine UART-Schnittstelle ausgeben kann. Diese Schnittstelle ist mit einem CAT-Kabel und eines RS232 -> USB – Adapters mit dem Mini-Server (Alix 3D3) im Kaminzimmer verbunden. Dort wiederum läuft eine Software zum Monitoring der seriellen Schnittstelle, die die empfangenen Daten in eine Textdatei schreibt, die mittels einer Batchdatei minütlich auf den Webspace hochgeladen wird. Dort läuft dann, ebenfalls minütlich, ein Cronjob, der die Textdatei entsprechend parst und in eine MySQL-Datenbank einträgt. Die Ausgabe dieser Daten erfolgt mittels der JavaScript-Bibliothek Highcharts.

Beispiel-Chart

Hört sich ein klein wenig umwegig an, aber bei der Suche nach einer Software, die vom Auslesen der seriellen Schnittstelle bis zum Upload und dem Insert in die Datenbank alle Schritte eigenständig übernimmt, bin ich noch nicht so recht fündig geworden.

Der Alix 3D3, der nebenbei auch noch minütlich die aktuellen Daten der Wetterstation verarbeitet, läuft übrigens rund um die Uhr mit Solarstrom, lediglich der notwendige WLAN-Extender im Haus braucht noch konventionelle Energie aus der Steckdose – da fällt mir aber sich auch noch etwas ein :) .

Schichtfleisch aus dem Dutch Oven

Nachdem der Dutch Oven unlängst schon leckeren „Grateng“ (Kartoffelgratin) produziert hatte, ergab sich am letzten Wochenende die äußerst günstige Gelegenheit, den Übergang zu einem fleischlastigeren Topfgericht zu wagen: Hungriger Besuch hatte sich nämlich angekündigt und wollte neben der Vergrillung auch noch ausreichend bespaßt werden – ideal also für eine entspannte VerDOpfung.

Die Hauptzutat, 2,2 kg Schweinenacken, war mir bereits am Vortag in den Einkaufswagen gehüpft

und wartete ungeduldig auf die portionsgerechte Zerteilung:

Die Würzmischung (Magic Dust), bestehend aus

  • 6 EL brauner Zucker
  • 6 EL weißer Zucker
  • 4 EL Paprikapulver
  • 4 EL Salz
  • 2 EL Knoblauch granuliert
  • 1 EL gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Ingwerpulver
  • 1 EL Zwiebel granuliert (Pulver)
  • 1 EL Rosmarin gerebelt

war alsbald vermengt

und die Bodenbelagsarbeiten im Dutch Oven konnten beginnen:

Nach der Bacon-Bastelei kam das, was dem Schichtfleisch seinen Namen brachte: Die abwechselnde Schichtung des mit der Würzmischung panierten Schweinenackens und ausreichend Zwiebelringen:

Und weil das Ganze eine vollwertige Mahlzeit samt Beilagen werden sollte, wurden obendrauf noch reichlich geschälte Kartoffeln und Paprika drapiert:

Zum Abschluss, und das war, wie sich später herausstellte, etwas zu viel des Guten, kamen noch

  • 500 ml Ketchup
  • 500 ml Barbecue-Sauce

Auf Grund der frostigen Temperaturen wurde die Brennstoffmenge etwas erhöht, denn mit der ursprünglich geplanten Brikettverteilung (12 oben, 6 unten) war die Temperatur im DOpf recht schlafmützig zugange:

Nach rund 3 Stunden (bei in der Spitze 170° C) waren die Brekkies aufgebraucht

und nach dem Lupfen des Deckels offenbarte sich ein überaus lecker aussehender DO-Inhalt:

Auch der Anblick auf dem Teller war sehr gelungen:

Fazit: 

Geil wars :hurra: ! Allerdings war es etwas zu „schlotzig“, was ganz sicher der Menge des verwendeten Ketchups sowie der BBQ-Sauce geschuldet war. Kaum hatte man den halben Teller leer, fühlte man sich schon so voll, dass es einem fast schon leid tat. Beim nächsten Mal wird die Sauce deshalb deutlich sparsamer ausfallen (oder ganz wegfallen :?: ), schließlich bleibt der DOpf-Inhalt durch die Zwiebeln und den Fleischsaft auch so alles andere als trocken.

Die problemlose Zubereitung – wenn der DOpf mal voll ist, geht der Rest fast von alleine – ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt. Und auch die Kartoffeln, die schon von Beginn an im Kessel waren und dort 3 Stunden lang ausharrten, waren von ihrer Konsistenz her perfekt und überhaupt nicht matschig.

Schichtfleich taugt 8) !

Spareribs aus dem Buchenholzrauch

Hmm :?: , Rippchen bzw. Spareribs hatte ich ja noch nie – weder gegessen noch gemacht. Liegt wohl daran, dass ich knochenlosem Fleisch bislang immer den Vorzug gab. Aber irgendwann ist auch mal Zeit für das „Erste Mal“ :) :

Zufällig hüpfte mir beim letzten Einkauf auch das „Weber’s Räuchern“ – Buch stark rabattiert in den Einkaufswagen, in dem auf Seite 47 eben diese Spareribs als Rezept auf Nachahmung warteten. Zwar mit Hickory-Rauch, aber mangels geeigneter Holzvorräte muss in diesem Fall eben Buchenholz durchs Feuer.

Zuerst geht es an das Vermengen der Zutaten für die Würzmischung:

 Als da (für 8 Personen) wären:

  • 2,5 EL grobes Meersalz
  • 2 EL Chilipulver
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 EL Knoblauchgranulat
  • 1 EL gemahlener Kreuzkümmel
  • 2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Anschließend gilt es, die Mischung ohne große Sauerei auf den Spareribs zu platzieren:

Bei der Kohlenbefeuerung entschied ich mich, wie weiland beim Pulled Pork, für einen Minion-Ring, schließlich sollte im Kessel während der nächsten 6 Stunden eine möglichst konstante Temperatur (110° C – 120° C) vorherrschen

Und damit das auch ordentlich raucht, kam obendrauf das schon erwähnte Buchenholz:

Gestartet wurde anschließend mit ein paar durchgeglühten Briketts…

 … um nach erstmaligem Erreichen der Zieltemperatur die Rippchen ordnungsgemäß auf dem Rost zu platzieren:

Die Sache mit dem zarten Buchenholz-Rauch funktionierte auch:

Für die nächsten Stunden war erst mal Chillen angesagt, denn bis auf ein stündliches Einsprühen mit einem Mix aus Apfelsaft (175 ml) und Apfelessig (60 ml) war nix zu tun. Also Platz nehmen in der Kommandozentrale des Kaminzimmers und ein Auge auf die Kesseltemperatur haben:

Zwischendurch immer mal wieder einsprühen:

Sieht doch schon ganz ordentlich aus:

Nach ca. 5 Stunden war das Aufköcheln der Sauce dran:

  • 500 ml Ketchup
  • 125 ml Apfelsaft
  •   60 ml Apfelessig
  •   50 g Senf
  • 2 EL Melasse
  • 2 EL Worcestersauce
  • 1 TL Knoblauchgranulat
  • 1/4 TL Chilipulver

Die Melasse hatte ich übrigens völlig vergessen, was der Freude und dem Geschmack aber letztendlich keinen Abbruch tat.

Das letzte Bild, bevor es mit den Rippchen in Alufolie weitergeht:

Rauf auf die Folie:

Mit Sauce einpinseln:

Und eine weitere Stunde im Kessel schmurgeln lassen. Eine kleine Gemüsebeilage kam auch noch dazu:

Vor dem Servieren erneut einpinseln:

Nun geht es zum gemütlichen Teil:

Tellerbild:

Fazit:

Jaaa, das war durchaus genehm :) ! Aber beim nächsten Mal werde ich weniger Apfelessig als im Rezept vorgesehen nehmen, denn der Essig-Geschmack war für mein Empfinden schon etwas dominant. Die Erklärung hierfür fand ich auch prompt im Forum von myBBQ.net: Essig ist in Amiland geschmacklich eher fluffig, während die Brühe hierzulande deutlich strammer schmeckt. Bei der Übersetzung der amerikanischen Rezepte wird an der Menge der Zutaten aber nix gedreht, was dann letztendlich zu einer Überdosierung führt. Aha :idea: !

Ausweichsitz der saarländischen Landesregierung: Fernmeldezentrale

Einer glücklichen Fügung ist es zu verdanken, dass mir (und einigen anderen) am vergangenen Donnerstag Zutritt zu einem Teil der Anlage gewährt wurde, die bis in die jüngere Vergangenheit als Ausweichsitz der saarländischen Landesregierung fungierten sollte: Der Fernmeldezentrale in einem umgebauten Wehrmachtsbunker, auch SANI II genannt.

Zufällig bin ich nämlich einige Tage vorher auf eine Aktion von SR2 KulturRadio gestoßen, bei der insgesamt 20 Plätze für eine Besichtigung der genannten Anlage ausgelost werden sollten. Und weil mir das Glück ausnahmsweise einmal hold war, fand ich kurze Zeit später diesen Brief im Briefkasten:

Nun denn, immerhin mussten mehr als 4 Jahre vergehen, bis ich nach dem erstmaligen Besuch der Anlage (leider nur von außen), veranlasst durch den Geocache „STAATSGEHEIMNIS (GC1NF98)“ von Dr. Alzheimer, mir nun auch die Innereien anschauen durfte.

Zusätzlich wurden den Besuchern durch Hans-Georg Seimetz vom THW Wadern zahlreiche technische Details und durch Professor Ulrich Pantle von der HTW des Saarlandes die architektonischen Besonderheiten nähergebracht:

Seitens des SR war Barbara Renno zugegen, die zu dem Thema bereits für einen Hörfunkbeitrag recherchierte:

Aber nicht nur mit Worten war reichlich gedient, das THW Wadern sorgte darüber hinaus mit reichlich Beleuchtung und warmen Getränken für das Wohl der Besucher und den reibungslosen Ablauf:

Was mich persönlich am meisten überrascht hat war die Tatsache, dass der Bunker zum Einen unglaublich eng und niedrig (zumindest im alten Teil) war, zum Anderen ein Großteil des zur Verfügung stehenden Raums nicht für die Kommunikation, sondern für den Betrieb an sich verwendet wurde: Autarke Strom- und Wasserversorgung sowie die Filterung und Klimatisierung der Luft nahmen ordentlich Platz weg. Raum ist zwar in der kleinsten Hütte, aber das Aushändigen von Schutzhelmen durch das THW war eine sehr gute Idee. Zumindest für diejenigen, die größer als 1,60 m waren :) !

Doch genug der Worte, lassen wir die Bilder sprechen:

Nachtrag vom 29.11.2013:
Der Hörfunkbeitrag mit dem Audiomaterial vom Besuchstag findet sich hier.

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