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Kenn‘ ich (nicht) – Was ist besser?

Keine Ahnung, wie ich eben gerade darauf gekommen bin (verklickt :ups: ?), aber plötzlich war ich auf der Seite, auf der  meine ersten gefundenen Caches aufgelistet waren. Sofort wurden Erinnerungen wach, wie damals alles angefangen hat und wie es so war, ganz alleine und mit GPS in der Hand seltsam durch Feld und Flur zu rennen und etwas zu suchen, von dem ich noch nicht mal ganz genau wusste, wie es eigentlich ausschaut.

Es war irgendwie geheimnisvoll, spannend und ziemlich aufregend :mrgreen: .

Heute, knapp 2,5 Jahre später, ist es zwar im Regelfall immer noch spannend und aufregend (würde man es sonst noch machen?), aber trotzdem irgendwie anders. Man geht routinierter an die Sache heran und weiß mehr oder weniger genau, was einen erwarten wird.

Und nicht nur das „was“ ist bekannt, sondern oftmals auch das „wer“, denn mit der Zeit hat man ja so einige Owner irgendwo mal getroffen und kennen gelernt, teilweise wurde daraus auch Freunde, mit denen man mehr oder weniger regelmäßig auf Cachetour geht, sich gemeinsam an teuflischen Mysteries versucht bzw. sich auch darüber hinaus, sozusagen im wirklichen Leben  :wink: , zu anderen Aktivitäten trifft. Zumindest ist im Laufe der Zeit die Liste der möglicherweise zu ziehenden Telefonjoker länger geworden, egal wie man nun dazu steht oder ob man sie im *Ernstfall* benutzt  :mrgreen: .

Und genau darum geht es: Hat sich die eigene Sucherei bzw. das Empfinden dabei durch eben dieses Kennen der lokalen Community verändert? Und zwar dahin gehend, dass der Zauber des Unbekannten ein klein wenig der schnöden Realität gewichen ist?

Ein Beispiel:

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich bei meinen ersten Such-Versuchen auf den langen Waldwegen darüber sinniert habe, wie der Owner wohl so tickt: Ist er alt oder jung, Technik-Freak oder wandernder Rentner, völlig abgefahren oder stinknormal? Ist es womöglich gar der Nachbar von nebenan, der fast nur in Outdoor-Klamotten auftritt? Was erwartet er alles von mir, um seine Tupperdose irgendwo im Nirgendwo zu finden?

Im Klartext: Ich suchte das Unbekannte von einem Unbekannten!

Heute, sehr überspitzt gesagt, weiß ich, wie der Owner tickt. Denn ich war gestern ein Bier mit ihm trinken :mrgreen: !

Natürlich kann man sich auch dann, wenn man nicht ständig das Glas mit dem Owner leert,  ein recht gutes Bild von ihm machen, durch seine Beiträge in der grünen Hölle, seinen eigenen Blog, durch Erzählungen der anderen. Doch solange man ihn nicht persönlich kennt, bleibt immer noch ein Fünkchen Geheimnis mit im Spiel.

Ein klein wenig könnte man die Sache mit der oft diskutierten Frage vergleichen, was denn nun besser sei –  das Buch (mit der Möglichkeit der eigenen Ausgestaltung durch Phantasie) oder der Film (mit den ganzen Special-Effects außerhalb des eigenen Kopfes).

Abschließend muss ich sagen, dass ich noch nicht zu einer finalen Entscheidung gelangt bin, ob die persönliche Bekanntschaft des Owners einen negativen Einfluß (hört sich so böse an  :( ) auf meine Sucherei und auf das damit verbundene „Spannung, Spiel und Schokolade“  :mrgreen: hat.

Aber zumindest hab‘ ich nun etwas, über das ich bei der nächsten Cachesuche ausschweifend sinnieren kann …

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